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<title>Adolf Finze</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Adolf Finze</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p><b>Adolf Finze</b> (* <a href="1833" title="1833">1833</a> in <a href="Lovosice" title="Lovosice">Lobositz an der Elbe</a>; † <a href="5._Februar" title="5. Februar">5. Februar</a> <a href="1905" title="1905">1905</a> in <a href="Kalsdorf_bei_Graz" title="Kalsdorf bei Graz">Kalsdorf bei Graz</a>) war ein österreichischer Unternehmer.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Frühe_Jahre"><span id="Fr.C3.BChe_Jahre"></span>Frühe Jahre</h2></div>
<p><i>Adolf Finze</i> wurde als Sohn eines Gastwirtes im Jahre 1833 in Lobositz an der Elbe, im damaligen österreichischen <a href="Kronland_(%C3%96sterreich)" title="Kronland (Österreich)">Kronland</a> <a href="B%C3%B6hmen" title="Böhmen">Böhmen</a> geboren. Er studierte Maschinenbau an der <a href="%C4%8CVUT" class="mw-redirect" title="ČVUT">Prager</a> und <a href="TU_Wien" class="mw-redirect" title="TU Wien">Wiener Technischen Hochschule</a>, wandte sich nach Absolvierung seiner Studien in das damals österreichische <a href="Oberitalien" title="Oberitalien">Oberitalien</a> und ging schließlich nach <a href="Frankreich" title="Frankreich">Frankreich</a>, um durch praktische und manuelle Arbeit seine Kenntnisse zu erweitern.
</p><p>Danach kam er als Marineingenieur zur <a href="%C3%96sterreichische_Marine" title="Österreichische Marine">österreichischen Kriegsmarine</a>, schied aber zwei Jahre nach seiner Heirat, die 1866 erfolgte, aus der Marine aus und siedelte sich in <a href="Knittelfeld" title="Knittelfeld">Knittelfeld</a>, dem Sitz des <a href="Steiermark" title="Steiermark">steirischen</a> „Eisen-Adels“ an. Noch im selben Jahr gründete er dort mit bescheidenen Eigenmitteln und unter wesentlicher Mithilfe seines Schwiegervaters Franz Kappel, eine Draht- und Drehstiftefabrik. Finze führte das Unternehmen derart geschickt, dass 1878 die Produktion auf die Herstellung von Schrauben und <a href="Niet" title="Niet">Niete</a> erweitert werden konnte. Den guten Ruf, den sich die Firma <i>Adolf Finze</i>, wie sie sich damals nannte, erwerben konnte, nutzte Ing. Finze und leitete die <a href="Expansion_(Wirtschaft)" title="Expansion (Wirtschaft)">Expansion</a> des Unternehmens in die Wege.
</p><p>Die ungünstigen Raumverhältnisse im Werk Knittelfeld bewogen ihn, sich nach einem gänzlich neuem Standort für sein Unternehmen umzusehen. In Knittelfeld verblieb lediglich Karl Finze, ein Verwandter, der sich als Gastwirt und <a href="Bierbrauen" title="Bierbrauen">Bierbrauer</a> betätigte. Den Einsturz seines <a href="Sudhaus" title="Sudhaus">Sudhauses</a> im Jahre 1904 verkraftete der Mann nicht. Der Gasthof wurde abgetragen und an seiner Stelle eine Sparkasse errichtet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Umzug_nach_Kalsdorf">Umzug nach Kalsdorf</h2></div>
<p><i>Ing. Adolf Finze</i> aber wandte sich nach <a href="Kalsdorf_bei_Graz" title="Kalsdorf bei Graz">Kalsdorf bei Graz</a>, wo er im Jahre 1893 von den <i>Brüdern Rubinstein</i> ihre gänzlich heruntergekommene Pappfabrik und Holzschleiferei, die Heinrichsmühle, erwarb. Für Finze war diese <a href="Liegenschaft" title="Liegenschaft">Liegenschaft</a> deshalb erstrebenswert, weil die Nutzung der Wasserkraft des bei der Mühle naturgemäß vorhandenen Mühlganges keinerlei Probleme darstellte und ein Gebäude (das Hauptgebäude der alten Fabrik, die umgebaute Heinrichsmühle) bereits bestand. Hand in Hand mit den notwendigen Umbauten erfolgte Finzes Übersiedlung nach Kalsdorf und bereits im Jahre 1895 konnte der Betrieb in vollem Umfang aufgenommen werden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Tod">Tod</h2></div>
<p>Er wurde am 8. Februar 1904 in den Heimatverband der Gemeinde Kalsdorf aufgenommen. Nach einem überaus regen Arbeitsleben verstarb er am 5. Februar 1905 im Alter von 72 Jahren in Kalsdorf bei Graz. Seinen Söhnen, <i>Adolf Finze jun.</i> und <i>Julius Finze</i> hinterließ er ein vorzüglich organisiertes <a href="Unternehmen" title="Unternehmen">Unternehmen</a>, das in voller wirtschaftlicher Blüte stand. Die <i>Adolf-Finze-Gasse</i> in Kalsdorf wurde nach ihm benannt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Ingo Mirsch: <i>Die Geschichte der Marktgemeinde Kalsdorf</i> (1994), S. 344–348</li></ul>
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